Regens Wagner nach dem Krieg

Der Krieg war beendet und aus dem Lazarett wurde ein Kriegsgefangenenlager. In der Chronik des Konvents wird beschrieben, wie als eine der ersten Handlungen im heutigen Sr. Jolenta-Saal das Bild von Adolf Hitler abgenommen und das Kreuz wieder aufgehängt wurde.

Nachdem Mitte Juni die letzten Soldaten das Kriegsgefangenenlager verlassen hatten, konnte die Taubstummenanstalt sich wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zuwenden. Sehr schnell waren Anfragen von ehemaligen Bewohnerinnen da, die wieder zurückkommen wollten. Auch Flüchtlinge fanden bei Regens Wagner in den Monaten und Jahren nach dem Krieg ein vorübergehendes Zuhause. Unter ihnen befanden sich 62 Ordensschwestern aus Böhmen, die bis 1953 in der Einrichtung blieben. Ende 1945 lebten bereits wieder über 335 Menschen dort.

Regelmäßig kamen nun Menschen an die Klosterpforte mit der Bitte um Essen oder Kleidung. In den Jahresberichten aus dieser Zeit finden sich immer wieder Passagen, in welchen die materielle Not der damaligen Zeit, aber auch gleichzeitig die schnelle Rückkehr zur Normalität beschrieben wird.

Die Einrichtung entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant weiter. Bis heute werden bei Regens Wagner Michelfeld Menschen mit verschiedenen Behinderungen und psychischen Erkrankungen begleitet.

Die Dillinger Franziskanerinnen sind nur noch ein sehr kleiner Konvent in Michelfeld. Bereits seit den 70er Jahren arbeiten überwiegend weltliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wohn-, Förder- und Arbeitsgruppen. In Zeiten von Inklusion ist eine wichtige Aufgabe nun auch die ambulante Versorgung und Begleitung von Menschen mit Behinderung.

Kontakt und weitere Informationen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Projekt.

Die Zusammenarbeit mit Schulen und Gruppen zu diesem Thema ist uns wichtig.
Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

 

So erreichen Sie uns:

Frau Sabrina Renk
09643 300-0
sabrina.renk@regens-wagner.de